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Das Netzdiagramm in Stellenanzeigen

24. Mai 2022

Aufgrund meiner Affinität zu diversen Sportvideospielen (Fifa, PES, NHL, Madden NFL, NBA Live, MLB The Show etc.), die ich seit meiner frühesten Kindheit spiele, habe ich eine Neigung zu Netzdiagrammen. Diese dienen als eine Art Skillsprofil des Spielers und sehen in den besagten Videospielen meistens so aus: 

Hier werden die Fähigkeiten der Spieler außen abgebildet. Wie sehr die Spieler diese Fähigkeiten auf einem Level von 1-99 erfüllen, zeigt die innere Linie des Diagramms. Natürlich werden die Skills auch detailliert und mit präzisen Werten in einer Tabelle angezeigt aber für den ersten Überblick hilft dieses Netzdiagramm enorm. Du siehst auf den ersten Blick um was für einen Spielertyp es sich (grob) handelt. Der Vergleich zweier Spieler ist ebenfalls möglich und zeigt auch hier direkt, wo die Stärken bzw. Schwächen der jeweiligen Spieler liegen: 

Was hat das ganze nun mit Recruiting oder gar Stellenanzeigen zu tun?  

Ähnlich wie die Positionen im Sport hat auch eine Position im Unternehmen bestimmte Eigenschaften. Wer diese Position ausfüllt, benötigt bestimmte Eigenschaften. Mittels eines Anforderungsprofils lassen sich Personeneigenschaften, die für eine bestimmte Stelle benötigt werden, ermitteln. Wichtig hierbei ist, dass du dich intensiv mit deinem Unetrnehmen, deiner ausgeschriebenen Stelle und deiner Candidate Persona auseinandersetzt. Letztlich kann aus diesem Anforderungsprofil genau so ein Netzdiagramm für deine Kandidaten entstehen (das wird von Firmen z.T bereits so umgesetzt). Du siehst so auf den ersten Blick, was die jeweiligen Bewerbenden für die verschiedenen Positionen an Eigenschaften benötigen. 

Jetzt stelle ich mir jedoch die Frage: Warum wurde dieses Prinzip noch nicht auf Stellenanzeigen übertragen. Hier könnte man ebenso ein Jobprofil erstellen (sollte man im besten Fall ja eh). Die Anforderungspunkte der Stelle bilden sich außen ab, während die innere Linie die Wichtigkeit für die Ausübung der einzelnen Punkte darstellt:

So erhalten Bewerbende einen direkten Überblick über die einzelnen Anforderungen deiner Stelle. Sie sehen was für diese Stelle wichtig ist und was vielleicht eher nicht so wichtig ist.  

Soll bei einer Stelle viel im Team gearbeitet werden, eine Reisebereitschaft ist jedoch nahezu irrelevant, dann sehen das die Bewerbenden auf den ersten Blick. Sie können sich damit selbst in Bezug auf die Stelle einzuschätzen. Ein weiterer Vorteil ist dabei die Reproduktionsfähigkeit des Modells. Solltest du für spezielle Fachbereiche rekrutieren, kannst du hier einen standardisierten Fragebogen zuschicken bei dem die Wichtigkeit der Anforderungen von 1-9 eingetragen werden können. Am besten stehen hier mehr Anforderungspunkte auf dem Fragebogen als du im Diagramm nutzt und du kannst auswählen, welche Punkte du in das Diagramm übernimmst. Das erleichtert zusätzlich die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich.   

Natürlich hat so ein Modell auch diverse Schwächen. Zum einen suggerieren die Zahlen objektive Werte, die im Bereich von z.B. Eigenschaften und der Persönlichkeit einer Person kaum (oder sogar nie) möglich sind. So ist auch die Bewertung von bspw. Kreativität oder Firmenkultur mittels fester Zahlen eher kritisch zu betrachten. Zum anderen hat die Darstellung des Netzes einen großen Nachteil, denn hier werden Zusammenhänge mittels der Linien dargestellt, die so nicht vorhanden sind.  

Wenngleich sich das Netzdiagramm zum Verschaffen eines schnellen Überblicks eignet, die wichtigste Voraussetzung bleibt dabei gleich: Setze dich intensiv mit der von dir ausgeschriebenen Stelle auseinander und reflektiere was wirklich wichtig und unwichtig bei der Ausübung der Stelle ist.    

Du benötigst Hilfe dabei?  

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