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Eine Frage stellt sich jeder Bewerber, bevor er die Bewerbung für eine neue Stelle abschickt: Was habe ich eigentlich davon?

Benefits - Was wir dir bieten!

Diese Frage solltest du bereits in der Stellenanzeige so umfassend wie möglich klären. Einerseits sind Arbeitsweise und Kultur, die euch als Unternehmen einzigartig machen, das erste große Benefit. Denn wer den Job wechseln möchte, sehnt sich danach, in einer anderen Umgebung zu arbeiten und die sollte besser sein als die letzte. Darüber hinaus soll in diesem Abschnitt der Anzeige klar werden, was du an harten Fakten zu bieten hast.

Auch bei diesem Teil der Stellenanzeige ist es natürlich wichtig, ehrlich zu sein. Biete nichts an, was du nicht hast. Denke darüber nach, wie es deine Belegschaft findet, wenn für neue Kollegen Benefits geschaffen werden, die sie auch gern hätten – diese müssen dann auch für alle Mitarbeiter verfügbar sein.

Die Basis

Wenn du vor deiner Stellenanzeige sitzt, dann weißt du genau, was du dir bei der Stelle vorstellst. Eine potenzielle Bewerberin weiß das allerdings nicht. Daher empfehle ich im ersten Schritt die Grundlagen für den Job zu definieren. Handelt es sich um eine Voll- oder Teilzeitstelle – oder ist beides möglich. Das erweitert den Bewerberkreis ungemein. Zu den Arbeitszeiten gehört ebenso zu klären, ob es Kernarbeitszeiten gibt oder jede dann arbeiten kann, wie es ins Leben passt. Wie viele Urlaubstage stellst du zur Verfügung ?

Wo wird gearbeitet? Bekommt die neue Kollegin einen schicken Arbeitsplatz im Büro oder arbeitet dein Unternehmen komplett remote. Gibt es die Möglichkeit für Homeoffice? Wenn es eindeutig ist, wie beispielsweise bei dem Job einer Pilotin, dann darf dieser Abschnitt ruhig weggelassen werden 😉

Das liebe Geld

Bevor du in die Stellenanzeige schreibst, dass du ein fairer Gehalt zahlst, lass es lieber. Du würdest auch nicht reinschreiben, wenn es unfair wäre. Ich rate wirklich dringend dazu, dass du dich traust, eine Zahl oder zumindest eine Gehaltsspanne reinzuschreiben. Laut der softgarden Studie zur Candidate Experience von 2020 bewerben sich dreimal mehr Bewerber auf die gleiche Stelle, wenn in der Anzeige ein Gehalt steht. 3-fache Bewerberanzahl! Wenn das kein Argument ist!

Es gibt Diskussionen zu der Phrase, dass ein Unternehmen pünktlich Gehalt zahlt und darüber wird sich gern amüsiert… wer das lustig findet, hat es noch nie erlebt, dass ein Gehalt ausgeblieben ist und darf sich glücklich schätzen. Wenn das in deiner Branche vorkommt, könnte es potenzielle Bewerber durchaus interessieren, dass das Geld pünktlich auf dem Konto landet.

Es ist ebenso eine Frage der Branche, ob Urlaub- und Weihnachtsgeld ein Benefit oder eine Grundvoraussetzung ist.

Je nach Unternehmensgröße wird die betriebliche Altersvorsorge ganz klar von Bewerbern vorausgesetzt. Als kleines Unternehmen kannst du diese ebenfalls anbieten (frag einfach mal bei einer Versicherung) oder vom alten Arbeitgeber deiner Bewerber übernehmen. Auch hier gilt: Nichts Neues erschaffen für eine Engpassstelle, denn natürlich möchten und sollten alle Kollegen Anspruch darauf haben. Es könnte allerdings eine gute Möglichkeit für eine bessere Mitarbeiterbindung sein, daher lohnt sich der Gedanke.

Weiterbildung

Du möchtest lernbereite Mitarbeiter, die sich up-to-date halten? Dann schreibe doch direkt in die Stellenanzeige, was du für Möglichkeiten der Weiterbildung anbietest. Gibt es Trainings für alle Kollegen oder eine Partnerschaft mit Weiterbildungsinstituten? Besucht ihr regelmäßig Fachkonferenzen oder Messen? Wie bleibt ihr in deinem Unternehmen auf dem neuesten Stand der Technik und in deiner Branche am Puls der Zeit?

Der Weg ins Unternehmen

Je nachdem, wo dein Unternehmen sitzt und ob es überhaupt noch ein Arbeiten vor Ort gibt, ist es eine schöne Geste, die Kollegen beim Arbeitsweg zu unterstützen. So sind in einer belebten Innenstadt die Parkplätze vor Ort ein großer Vorteil für die Anfahrtszeit. Vielleicht gibt es sogar die Möglichkeit, allen Kollegen einen Dienstwagen zu leasen, wenn das gewünscht ist. Gleichzeitig solltest du überlegen, ob eine Unterstützung eines Tickets des öffentlichen Nahverkehrs besser für Mitarbeiter und Umwelt ist. Und dann gibt es noch das Fahrrad-Leasing, was meiner Meinung nach unterschätzt wird. Die Reichweite von e-Bikes erhöht den Radius des Bewerberkreises für Personen, die eben kein Auto fahren (möchten).

Die Arbeitsplatzausstattung

Eines der größten Benefits kleiner IT-Unternehmen (ggü. den großen Konzernen) ist die Wahl der Arbeitsgeräte und der Arbeitsplatzausstattung. Hier kann häufig die komplette IT-Ausstattung selbst gewählt werden und ein zweiter Bildschirm stellt kein größeres Problem und eine 5-stufige Genehmigungskette dar. Wenn du es nicht schon unter den Anforderungen oder der Arbeitsweise erläutert hast, ist spätestens hier zu erwähnen, mit welchem Betriebssystem jemand arbeitet oder ob auch dieses selbst zu wählen ist.

Wenn es sich nicht um die Informatikerinnen als Bewerbergruppe handelt, genügt es zu erwähnen, dass am ersten Tag ein fertig eingerichteter ergonomischer Arbeitsplatz auf dich wartet oder ins Homeoffice geliefert wird.

Besonders wertvoll für Mitarbeiter mit Beeinträchtigung ist hier ein Hinweis für die Unterstützung eines barrierefreien Arbeitsplatzes. Damit erweiterst du deine Bewerbergruppe und zeigst gleichzeitig, dass ihr ein aufgeschlossenes Unternehmen seid, dem alle Menschen wichtig sind. Kleiner Tipp am Rande: Die Agentur für Arbeit unterstützt Büroumbauten und barrierefreie Arbeitsplätze bis zu 100% der Ausgaben.

Unterstützung für das Privatleben

Die strikte Trennung von Berufs- und Arbeitswelt ist Vergangenheit. Menschen haben andere Personen und Tiere in ihrem Leben, die Unterstützung benötigen. Du kannst als Arbeitgeber besonders glänzen, wenn du deine Mitarbeiter auch im Privatleben nicht vergisst.

Wie sieht es zum Beispiel mit Tieren im Büro aus? Gibt es bereits welche oder wären sie grundsätzlich erlaubt?

Die Betreuung von Kindern oder auch die Pflege von Angehörigen ist Teil des Alltags für sehr viele Menschen. Kannst du auch hier deine Unterstützung anbieten? Viele Mütter und Väter wären froh, wenn ihnen die Suche nach einem Kindergartenplatz von einer Agentur abgenommen wird oder der Arbeitgeber Kita-Plätz stellt oder in einer Betreuungseinrichtung in der Nähe für ihr Kind ein Plätzchen wäre.

Ebenso verhält es sich mit der Pflege von Angehörigen, die auf vielfältige Weise durch monetäre und organisatorische Hilfe unterstützt werden kann.

Wenn du das nicht kannst oder möchtest, reicht auch schon ein freundlicher Satz, dass das Privatleben auch im Unternehmen nicht zu kurz kommen darf und jeder nach besten Möglichkeiten unterstützt wird. Dann können Einzelheiten wie eine flexiblere Arbeitszeit oder eine finanzielle Unterstützung im Gespräch geklärt werden.

Das besondere Etwas

In meinen Kundenworkshops sitze ich bei diesem Kapitel meist vor ratlosen Gesichtern, aus deren Mündern dann ein „Wir haben natürlich auch ‘ne Kaffeemaschine!“ kommt. Es stimmt. Damit reißt du niemanden mehr vom Hocker. Vielleicht hätte Kaffee, Wasser und der berühmte Obstkorb in das erste Kapitel zur Basis gemusst… kannst du ja machen. Ich würde es nicht weglassen. Schreibe es doch mit einem kleinen Augenzwinkern an das Ende der Anzeige, was du für besondere Benefits hast.

Zum Beispiel:

„Eine mobile Massage kümmert sich bei uns um verspannte Nacken, im Sommer springen wir nach einer gemeinsamen Runde Volleyball oder Tischtennis in den Pool; bei uns bekommt der Kickertisch Kratzer, aber es liegt niemals Staub drauf und JA, wir haben eine tolle Kaffeemaschine und auch einen Obst- und Süßigkeitenkorb 😊“

Das klingt nach einem sympathischen Unternehmen!

Was jetzt noch fehlt, ist die Möglichkeit, sich ganz schnell bei dir zu bewerben, denn wer würde das bei so vielen Benefits nicht wollen??? Die Feinheiten dazu erkläre ich im nächsten und somit letzten Artikel dieser Blogserie.

Du brauchst dringend neue Mitarbeiter?

Buche doch einfach meinen Workshop für deine perfekte Stellenanzeige und gemeinsam erarbeiten wir eine Anzeige, die genau die passenden Bewerber anlockt. mk@personalmarketing-kern.de

Weitere Artikel in dieser Blogserie:

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Der Titel der Stellenanzeige

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Arbeitsweise und Kultur

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